Lektoratsstandorte:Hefei

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Hefei 合肥


Inhaltsverzeichnis

Die Stadt

Neu und auf alt gemacht in Hefei

Héféi (chin. 合肥市, Héféi Shì) ist die Hauptstadt der Provinz Anhui. Die Stadt hatte Ende 2009 noch knapp 5 Millionen Einwohner, während sie bis 2013 nach Plan der Regierung auf 10 Millionen anwachsen soll. Das wird allerdings auch durch die Eingemeindung von ehemals eigenständigen Gemeinden erreicht. Es herrscht allerorten ein reger Bauboom, vor allem neue Hochhäuser, Infrastrukturprojekte (neuer Flughafen, Schnellzugverbindung nach Beijing) und Einkaufszentren entstehen. Aber auch kulturell will man sich entwickeln und hat gerade ein neues Provinzmuseum eröffnet. Daneben gibt es ein Theater und einige Sehenwürdigkeiten im Stadtzentrum (z.B. das Grab von Lord Bao) sowie eine Fußgängerzone mit vielen Läden (und dem ersten Starbucks...) sowie dem Tempelmarkt. Auch einige Parks und Seen befinden sich im Stadtgebiet.

Hefei ist ein Verkehrsknoten und eine Industriestadt. Automobil-, Textil-, Stahl- und Chemische Industrie sind hier vertreten. Einige deutsche Unternehmen wie z.B. Conti und Kurz Heißklebefolien sind hier angesiedelt.

Der öffentliche Nahverkehr funktioniert über Busse und Taxis. Eine U-Bahn ist in Planung, es ist aber noch unklar, wann diese fertig wird. Nanjing erreicht man in einer Stunde mit dem Schnellzug, Shanghai in dreieinhalb. Wochenendausflüge lohnen sich zum Huang Shan, Jiuhua Shan und nach Sanhe, wo die Altstadt noch durch traditionelle Anhui-Architektur geprägt ist.

Die Stadt beherbergt ein knappes Dutzend Universitäten und vergleichbarer weiterführender Schulen und stellt somit eines der vier von der chinesischen Regierung geförderten Zentren der Hochschulausbildung dar. Die zwei bekanntesten Hochschulen Hefeis, die Chinesische Universität für Wissenschaft und Technik (中国科技大学) und die Anhui-Universität (安徽大学), gehören zur landesweiten Elite und nehmen am 211-Projekt der Regierung teil, das zum Ziel hat, mit Hilfe spezieller Förderung rund 100 Universitäten von Weltniveau zu schaffen. Die Hefei-Universität (合肥学院) unterhält eine Kooperation mit dem Land Niedersachsen.

Quelle: www.wikipedia.de und Bosch-Lektorin

Die Universität

Der neue Campus im Südwesten der Stadt

Die Anhui Universität (安徽大学, Ānhuī Dàxué) ist eine der Schlüsselinstitution der Provinz Anhui und liegt in der Provinzhauptstadt Hefei. 1928 in Anqing gegründet und 1958 nach Hefei umgezogen ist die Anhui Universität jetzt eine gut entwickelte höhere Institution, die von der Regierung im Rahmen des staatlichen 211 Projekts [1] unterstützt wird.

Die Universität besteht aus 18 Schulen, 44 Abteilungen, 65 Bachelor-Studiengängen, 119 Master-Studiengängen, 16 PH.D. Programmen und 1 Post-Doc Programm. Weiter gibt es 4 Professionelle Master-Studiengängen und 2 auf gesamtstaatlicher Ebene sowie 12 Provinz-Level-Disziplinen. Die Universität hat einen Stab von 2399 Mitarbeitern, darunter 210 Professoren und 490 Dozenten. Die Studentenzahl beträgt über 28.000.

Die Universität legt großen Wert auf internationalen Austausch und Zusammenarbeit. Bis jetzt sind 74 Vereinbarungen mit ausländischen Institutionen zu Stande gekommen. Die ersten ausländischen Studierenden wurden im Jahr 1980 akzeptiert. Bis heute wurden mehr als 700 internationale Studenten aus Asien, Europa und Amerika zugelassen an der Universität zu studieren.

Quelle: www.ahu.edu.cn/en/

Der Lehrstuhl

Die Wohnheime der ausländischen und jungen chinesischen Lehrer

Die Deutschlabteilung ist Teil der School of Foreign Studies unter der Leitung von Prof. Zhu. Im Jahr 2009 gegründet werden in der noch jungen Deutschabteilung aktuell drei Bachelor Jahrgänge mit Hauptfach Deutsch ausgebildet. Zur Zeit unterrichten sechs chinesische Dozenten gemeinsam mit der Boschlektorin die ca. 75 Studenten. Die Klassengröße liegt bei 24-28 Studenten. Alle Unterrichtsräume sind mit Multimedia ausgestattet. Der Unterricht konzentriert sich in den erst zwei Jahren auf den Grundkurs Deutsch (Buch: Studienweg Deutsch 1-4) und ergänzende Kurse wie Sprechen, Hören, Schreiben, Literatur, Grammatik und Landeskunde. Ab dem 3. Studienjahr sollen die Studenten in Literatur und im wissenschaftlichem Arbeiten und Schreiben in deutscher Sprache ausgebildet werden.

Die Deutsch-Abteilung befindet sich auf dem neuen Campus der AnDa im Südwesten der Stadt. Dieser wurde 2003 eröffnet und ist sehr großzügig gestaltet, grün und in der Nähe eines Naherholungsgebietes. Aktuell gibt es aber weitere Bauprojekte, so dass sich das Gesicht des Campus stetig verändert. Das Wohnheim der aktuell acht ausländischen Lehrer (Deutsch, Russisch, Spanisch, Englisch, Französisch, Japanisch) befindet sich auch auf dem neuen Campus. Auf dem Campus befinden sich diverse Mensen, die Hauptbibliothek, ein Sportstadium und eine Sporthalle, die von den Studenten für Tischtennis, Basket- und Federball genutzt werden kann. Außerdem gibt es Fussballplätze und ein angegliedertes Hotel. Zum alten Campus der Universität im Stadtzentrum, wo die ausländischen Studenten sowie die Master-Studenten leben, fährt tagsüber ein kostenloser Shuttlebus (20 Minuten). Mit dem Taxi braucht man eine halbe Stunde ins Stadtzentrum, mit dem Bus eine Stunde.


Eingang der Deutsch-Bibliothek

Das Boschlektorat

Die (bisher zweite) Boschlektorin ist die einzige deutsche Lehrkraft an der AnDa, während z.B. an der nahen Hefei Universität, die eng mit dem Land Niedersachsen kooperiert, aktuell zehn deutsche Lehrer arbeiten. Seit Februar 2011 gibt es an der AnDa eine Tandemlektorin. mit der gemeinsam Veranstaltungen und Projekte geplant werden. Die Abteilung empfängt jährlich einen Gastdozenten aus Osnabrück, der mit den Studenten einen Monat lang ein Literaturprojekt erarbeitet. Die Abteilung legt vor allem Wert auf das Unterrichten (8 SWS, Konversation für Anfänger, Schreiben für das 2. und 3. Jahr sowie Landeskunde). Die Boschlektorin ist in der Unterrichtsgestaltung sehr frei, es sind keine festen Lehrbücher eingeplant.

Schwerpunkte des Lektorats liegen im Ausbau der kleinen Deutsch-Bibliothek sowie der Organisation von Veranstaltungen und aussercurricularen Aktivitäten. Auch die Organisation von Fortbildungen und Workshops, die die Fertigkeiten des Lehrpersonals und der Studenten fördern, sind gerne gesehen. Die Studierenden sind sehr aktiv bei der Planung und Vorbereitung von Veranstaltungen. Die Boschlektorin nimmt auch Prüfungen ab. Im Sommersemester findet jeweils die landesweite Deutschprüfung für das Grundstudium des 2. Jahrgangs statt, die für die StudentInnen sehr wichtig ist.

Aktivitäten im Wintersemester 2011:

Aktivitäten im Sommersemester 2012:

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