Lektoratsstandorte:Ischewsk
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Die Stadt
Ischewsk (auf Udmurtisch Ischkar, vom Fluss Isch) ist die Hauptstadt der Udmurtischen Republik, das politische, ökonomische, wissenschaftliche und kulturelle Zentrum der Republik.
Die Stadt wurde am 10. April 1760 als eine Arbeitersiedlung für ein Metalleisenwerk am Fluss Isch gegründet. Die Produktion des Metalleisenwerkes wurde aktiv ins Ausland ausgeführt und die Staatskasse profitierte davon.
1774 wurde der Betrieb von Anhängern E. Pugatschjovs (ein Rebelle, durch den Aufstand gegen die Staatsmacht bekannt) zerstört, die Kirche verbrannt, die Mehrheit der Betriebsleiter hingerichtet. Die weitere Entwicklung Ischewsks ist aufs engste mit dem staatlichen Waffenbetrieb verbunden. 1807 wurde General A.F.Derjabin beauftragt auf der Basis des Eisenwerkes eine Waffenproduktion für die Herstellung von 50 bis 70 Tausend Stich- und Schießwaffeneinheiten zu organisieren. Von dieser Zeit an bestimmt die Waffenproduktion das Industriebild der Stadt (z.B. Kalaschnikow ist zu einem der Stadtsymbole geworden).
1918 wurde der Ischewsker Betrieb in die Stadt Ischewsk umbenannt. Ab 1921 ist Ischewsk das administrative Zentrum des Udmurtischen Autonomen Gebietes; seit 1991 der Udmurtischen Republik. Wegen der entwickelten Waffenindustrie war die Stadt bis 1990 geschlossen.
Die Einwohnerzahl beträgt etwa 650 000. Es sind verschiedene Nationalitäten in der Stadt vertreten, die größten sind Russen, Udmurten und Tataren.
Universität
Die Urdmurtische Universität in Ischewsk www.udsu.ru ist die älteste und angesehenste Universität der Republik Udmurtien. An der 1931 gegründeten Universität studieren 25120 Studenten in über 80 Studienfächern. Sie verfügt über internationale Partnerschaften u.a. mit der Universität Lüneburg. Das Lektorat ist am Lehrstuhl für deutsche Philologie angesiedelt.
Fakultät
Das Institut für Fremdsprachen und Weltliteratur besteht seit 66 Jahren. An den 8 Lehrstühlen werden sowohl der Bereich Studium und Lehre als auch unterschiedliche Forschungsbereiche abgedeckt. An der Fremdsprachenfakultät studieren 900 Studenten (davon 700 Direktstudenten) in den philologischen Fächern, Englisch, Deutsch, Französisch und Spanisch.
Lehrstuhl
Am Lehrstuhl für deutsche Philologie erfolgt die Ausbildung in der Fachrichtung Linguistik und Interkulturelle Kommunikation sowie im Studiengang Translation und Translationslehre (Übersetzer). Sowie in der Fachrichtung Deutsche Philologie im Studiengang Fremdsprachendidaktik. Der Studiengang Übersetzungswissenschaften besteht seit 2000. Bis zu diesem Zeitpunkt wurden Philologen in einem 5jährigen Studium ausgebildet, die sowohl als Lehrer an Schulen als auch als Übersetzer tätig sein durften.
Am Lehrstuhl sind 12 Mitarbeiter tätig. Dazu zählen zwei wissenschaftliche Mitarbeiter, vier Dozenten, fünf promovierte Dozenten und eine Professorin. Am Lehrstuhl existieren zwei Forschungsrichtungen. Zum einen Didaktik mit dem Schwerpunkt auf multikulturelle Regionen und zum anderen die Forschungsrichtung linguistische kontrastive Kulturanalysen
Unterricht
Beim Deutschunterricht liegt der Schwerpunkt auf der Konversation. Themen der Seminare sind allgemeine Landeskunde und das deutsche Bildungssystem (mit dem Schwerpunkt auf das deutsche Schulsystem, die europäische Bildungsreform und das Studium in Deutschland). Bei der Landeskunde ist der Lektor in der thematischen Ausgestaltung relativ frei und kann nach eigenen Interessen unterrichten. Ein weiterer Konversationskurs vermittelt Kenntnisse zur deutschen Kunstgeschichte. Neu ist seit diesem Wintersemester die Übernahme der Praktischen Phonetik durch den Lektor.
Projektarbeit im Profil
Im Zentrum der Projektarbeit steht die Unterstützung bei der Einführung von Teilelementen des Bologna-Prozesses. Dabei hat der Lektor die Aufgabe über den Bologna Prozess eine breiten Kreis der Angestellten an der Universität zu informieren und verschiedene Instrumente der Qualitätssicherung am Lehrstuhl für deutsche Philologie einzuführen.
Abgeschlossene und gegenwärtige Projekte:
Fortführung und Erweiterung der Reihe "Wege in den Beruf":
- Alumni- und Expertengespräche (zum Teil vorbereitet und organisiert durch die Studierenden)
- Organisation eines Fortbildungstages für Studierende zum Thema Kompetenzen im Beruf
Leitung der bestehenden Bologna Arbeitsgruppe:
1. Projekt: Durchführung der studentischen Lehrveranstaltungskritik, Erweiterung des Wirkungsgrades dieser Evaluierung in Zusammenarbeit mit der Abteilung für Lehre
2. Projekt: Etablierung von Kompetenzorientierung und selbstständigen Lernen am Lehrstuhl
- Projektarbeit als Wahlpflichtfach für das 2./3./4. Studienjahr zur gezielten Herausbildung bestimmter Kompetenzen (Beispiel für das Berufsfeld "Stadtführung" hier)
- Workshop für die Lehrstuhlmitarbeiter zum Thema Bologna und Kompetenzorientierung